01. April 2016, LEW Verteilnetz GmbH

LEW Verteilnetz GmbH beteiligt sich an dena-Studie

LEW Verteilnetz GmbH beteiligt sich an dena-Studie zur Flexibilisierung des Stromnetzes durch Speicher – Fokus: Kombination von Marktorientierung und Netzentlastung

Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) nimmt als Projektpartner an einer neuen Studie der Deutsche Energie-Agentur (dena) teil. Untersucht wird, wie sich Speicher für die Flexibilisierung des Stromnetzes nutzen lassen. Denn mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien steigt der Bedarf, das Stromversorgungssystem an die fluktuierende Erzeugung aus Windkraft- und Solaranlagen anzupassen. Ziel der Studie ist es vor allem, Betriebsmodelle für Speicher zu finden, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig das Stromnetz entlasten.

„Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Speicher wächst“, erklärt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Wenn wir ihren Betrieb gleichzeitig in den Dienst der Stromnetze stellen und am Markt orientieren, können wir ihr Potenzial für die Energiewende voll ausschöpfen. Dafür brauchen wir wirtschaftliche Betriebskonzepte und passende Rahmenbedingungen für Energiespeicher.“

Für die Umsetzung der Studie „Optimierter Einsatz von Batteriespeichern für Netz- und Marktanwendungen in der Stromversorgung“ (kurz: Netzflexstudie) arbeitet die dena mit Netzbetreibern, Energieversorgern, Anlagenbauern und Anbietern von Speicherlösungen zusammen. Die Ergebnisse werden Anfang 2017 vorgestellt.

„Unsere Region ist beim Zubau erneuerbarer Energien weit vorangekommen. Das ist wichtig, reicht aber alleine nicht aus. Jetzt müssen wir die nächsten Schritte beim Umbau des Energiesystems angehen“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher. „Speicher können dabei eine wichtige Rolle spielen. Deshalb untersuchen wir nun auch gemeinsam mit der dena, wie uns Speicher beim Umbau unseres Energiesystems am besten weiterbringen.“

Ziel und Untersuchungsrahmen der dena-Netzflexstudie
Zurzeit wird eine Vielzahl von Speichern im Stromnetz geplant und installiert, vor allem Batteriespeicher, aber auch Power-to-Heat-Lösungen mit Wärmespeichern. Sie können einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Flexibilisierung der Stromnetze leisten, zum Beispiel indem sie mittags überschüssigen Strom aus Photovoltaikanlagen aufnehmen und abends bei Bedarf wieder einspeisen. Doch der alleinige Einsatz von Energiespeichern zur Entlastung der Netze ist im Allgemeinen nicht wirtschaftlich. Andererseits kann eine rein marktorientierte Betriebsweise von Speichern dazu führen, dass die Stromnetze überlastet sind und ausgebaut werden müssen.

Bisherige Studien und Betriebskonzepte richten den Einsatz von Speichern auf einzelne Anwendungsfälle aus. Die dena-Netzflexstudie geht einen neuen Weg und analysiert die Kombination verschiedener Betriebsarten, um den Netzausbau zu optimieren und die wirtschaftlichen Potenziale der Speicher zu steigern. Dabei werden regulatorische, wirtschaftliche und technische Rahmenbedingungen einbezogen und Handlungsempfehlungen für deren Weiterentwicklung erarbeitet.

Neben der dena-Netzflexstudie untersucht LVN in weiteren Projekten, wie Speicher im Stromnetz der Zukunft eingesetzt werden können. Als einer der größten Verteilnetzbetreiber in Bayern fokussiert sich LVN dabei auf die besonderen Anforderungen, die in Süddeutschland durch die starke Stellung der Photovoltaik entstehen. So testet LVN im Projekt Smart Power Flow den Einsatz eines großen Batteriespeichers zur Entlastung und Unterstützung des regionalen Verteilnetzes. Der eingesetzte Speicher  ist der bislang größte Speicher seiner Art in Bayern. Im Projekt Smart Operator haben LVN und RWE Deutschland ein in dieser Form bayern- und deutschlandweit einmaliges intelligentes Stromnetz aufgebaut. Dort werden ein zentraler sowie mehrere Speicher in Haushalten eingesetzt.

Projektpartner der dena-Studie:
Partner der dena-Netzflexstudie sind die Unternehmen: Amprion GmbH, Allgäuer Überlandwerk GmbH / egrid applications & consulting GmbH, Caterva GmbH, EnBW AG, ENSO Netz GmbH, inetz GmbH, LEW Verteilnetze GmbH, LichtBlick SE, Mitnetz Strom GmbH, Netz Leipzig GmbH, N-ERGIE AG, RWE Deutschland AG, Sonnen GmbH, Stadtwerke Hannover AG, STEAG Netz GmbH, Thüga AG , TransnetBW GmbH, WEMAG Netz GmbH, WWF Solar GmbH.

Zur Projektseite der dena-Studie:
http://www.dena.de/projekte/energiesysteme/dena-netzflexstudie.html

Die LEW Verteilnetz GmbH sorgt als regionaler Verteilnetzbetreiber für einen zuverlässigen und sicheren Betrieb des Stromnetzes und gewährleistet einen diskriminierungsfreien Netzzugang. Das Netzgebiet der LEW Verteilnetz GmbH umfasst Bayerisch-Schwaben sowie Teile Oberbayerns. Die LEW Verteilnetz GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Lechwerke AG (LEW). Weitere Informationen unter http://www.lew-verteilnetz.de/CVP/startseite.asp.

 

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