110-kV-Leitung Memmingen-Dickenreishausen

Projektbegründung

Große Teile der 110-kV-Freileitung zwischen Memmingen und Krugzell wurden in den 1950er und 60er-Jahren errichtet. Die entsprechenden Leitungsabschnitte sind am Ende ihrer technischen und wirtschaftlichen Lebensdauer angelangt. Auch erfordert die wachsende Einspeisung von erneuerbaren Energien eine höhere Übertragungskapazität. Um diese Anforderungen zu erfüllen und auch künftig für eine zuverlässige Stromversorgung in der Region sorgen zu können, muss die Leitung erneuert werden.

Projektumsetzung

Die Erneuerung der Leitung zwischen Memmingen und Krugzell findet abschnittsweise statt. Nun wird es für den nördlichsten, 2,4 Kilometer langen Abschnitt zwischen Memmingen-Dickenreishausen und dem Umspannwerk Memmingen 2 konkret. In Vorbereitung auf die Leitungserneuerung im Bereich Memmingen-Dickenreishausen hat LVN Gespräche mit Vertretern der Stadt sowie mit Anwohnern und Grundstückseigentümern geführt. Es wurden mehrere Planungsvarianten entwickelt und diskutiert. Weiterverfolgt wird eine Trassenvariante, die zur bestehenden Trasse im Bereich Dickenreishausen weiter nordwestlich verläuft und somit die Ortschaft stärker umgeht.

Auf Höhe der A96 an der Anschlussstelle Memmingen-Süd trifft die vorhandene 110-kV-Leitung die von Norden kommende 220-/110-kV-Hochspannungsleitung. Von dort laufen bisher beide Leitungen parallel bis zum Umspannwerk Memmingen 2. Künftig soll ein freier Gestängeplatz auf der parallel verlaufenden 220-/110-kV-Leitung genutzt werden. Damit kann die bestehende 110-kV-Leitung zwischen der A96 und dem Umspannwerk zurückgebaut werden und die Anzahl der Masten um insgesamt 8 reduziert werden. LVN plant optimierte Masten für die Leitungserneuerung einzusetzen: Als neue Masten sind schlanke Stahlvollwandmasten vorgesehen, die weniger Bodenfläche benötigen.

Projektstatus

Vor dem Einreichen der Genehmigungsunterlagen bei der zuständigen Behörde, lädt LVN Bürgerinnen und Bürger von Memmingen-Dickenreishausen zu einer Bürgersprechstunde ein, um über den Projektstand zu informieren. Nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens kann LVN mit dem Bau beginnen. Die Arbeiten werden voraussichtlich drei bis vier Monate andauern.

Stefan Huggenberger Projektleiter LEW Verteilnetz E-Mail an Stefan Huggenberger

 

 

 

 

 

 

 

 Wir weisen darauf hin, dass nur die offiziell in den vom Vorhaben betroffenen Gemeinden ausgelegten Papierunterlagen und die in der dazu gehörenden ortsüblichen Bekanntmachung enthaltenen Angaben für das Verfahren rechtlich verbindlich sind. Die Bereitstellung der Unterlagen erfolgt auf der Basis von Artikel 27a Bayerisches Verwaltungsverfahrensgesetz. Sie beginnt mit der offiziellen Auslegung der Unterlagen in den jeweils zuständigen Gemeinden. Die Unterlagen bleiben mindestens bis zum Ende der Einwendungsfrist, in der Regel aber bis zum Abschluss des Anhörungsverfahrens im Internet verfügbar. Die Auslegungszeiten- und orte, sowie die für das jeweilige Anhörungsverfahren geltenden Einwendungsfristen und alle sonst für das Verfahren wichtigen Informationen werden nach den Verfahrensvorschriften ortsüblich bekannt gemacht. Der Inhalt der Bekanntmachung wird ebenfalls im Internet veröffentlicht.