Pilotprojekt Smart Powerline

Projektbeschreibung

Im Pilotprojekt „Smart Powerline“ untersucht LEW Verteilnetz GmbH (LVN) die kommunikative Anbindung der Smart Meter mittels Stromleitungen (Powerline-Technologie). Ziel des Projektes ist es, herauszufinden, ob die Datenübertragung über die vorhandenen Stromleitungen – ähnlich wie bei einem Telefonkabel – funktioniert. Dazu werden Haushalte der Adalbert-Stifter-Siedlung in Gersthofen mit intelligenten Messsystemen, den sogenannten Smart Metern, ausgestattet. Es wurden jene Haushalte ausgewählt, die bei denen nach dem Gesetz ein intelligentes Messsystem erforderlich wird. Die Siedlung wurde aus netztechnischen Gründen und aufgrund ihrer geographischen Nähe zu mehreren Standorten der LEW-Gruppe ausgewählt. Seit Mitte 2016 wird die Datenübertragung mit Hilfe der bestehenden Freileitungen vor Ort getestet. Weitere Tests folgen 2017, die finalen Ergebnisse erwartet LVN dann Mitte des Jahres.

Projektbegründung

Im Zuge der Energiewende sollen intelligente Netze in das deutsche Stromversorgungssystem integriert werden, die nicht nur Strom transportieren und verteilen, sondern auch das nötige Gleichgewicht zwischen Erzeugern und Verbrauch sicherstellen können. Das Gesetz „Digitalisierung der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums regelt in diesem Rahmen den Einbau moderner Messeinrichtungen bzw. intelligenter Messsysteme in deutsche Verbraucherhaushalte. Demnach sollen Haushalte mit einem Stromverbrauch größer 10.000 kWh/Jahr ab 2017 und Haushalte mit einem Verbrauch im Bereich von 6.000 bis 10.000 kWh/Jahr ab 2020 mit einem Messsystem ausgestattet werden. Auch der Einbau intelligenter Messsysteme bei Erzeugungsanlagen wird stufenweise ab 2017 (Einspeiseleistung > 7 kW) erfolgen.

Ebenfalls Bestandteil des Gesetzes ist die Sicherung und der Aufbau der notwendigen Kommunikationsinfrastruktur, in der eine sichere Datenübertragung gewährleistet wird. Der Einbau der Smart Meter und die kommunikative Anbindung ist Aufgabe des Messsystembetreibers.