Umspannwerk Woringen

UW Woringen - Ansicht zukünftig

So soll das geplante Umspannwerk Woringen nach der Fertigstellung aussehen.  

Projektbeschreibung 

Das Umspannwerk Woringen verbindet künftig das europaweite Höchstspannungs-Übertragungsnetz (380 kV) direkt mit dem regionalen Hochspannungs-Verteilnetz (110 kV). Es spielt damit eine wichtige Rolle für eine zukunftssichere Stromversorgung in der Region. Geplant, umgesetzt und betrieben wird das Umspannwerk von der LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH. Der Standort des neuen Umspannwerks liegt zwischen der Bahnlinie Memmingen – Kempten und der Autobahn A7. In unmittelbarer Nähe befinden sich bereits eine 380-kV-Freileitung von Amprion und 110-kV-Leitungen von LVN. So wird die bestehende Infrastruktur optimal genutzt und es ist kaum zusätzlicher Leitungsbau erforderlich. Eingriffe in Umwelt und Natur werden bestmöglich minimiert.  

Projektbegründung

UW Woringen - Grafik 

Diese Grafik finden Sie zum Download am Ende der Seite als PDF.

Das Verteilnetz im Unterallgäu ist bisher über die 220-kV-Einspeisestelle Memmingen an das Übertragungsnetz angebunden. Diese Einspeisestelle wird im Zuge der europaweiten Standardisierung der Spannungsebenen und des damit verbundenen Rückbaus des 220-kV-Netzes außer Betrieb genommen. Da die Versorgung nur über 110 kV nicht ausreicht, ist der Bau des neuen Umspannwerks notwendig: als direkte Verbindung zwischen dem regionalen 110-kV- und dem überregionalen 380-kV-Stromnetz.
Dies ist vor dem Hintergrund der Energiewende von großer Bedeutung. Denn in Deutschland, Bayern und insbesondere im Allgäu werden erneuerbare Energien bei der Stromversorgung immer wichtiger. Das stellt hohe Anforderungen an die Strominfrastruktur. Das Umspannwerk Woringen spielt daher eine wichtige Rolle für eine zukunftssichere Stromversorgung im Unterallgäu.  

Projektstatus 

(Stand: Juli 2017)
Nachdem das Genehmigungsverfahren für das Umspannwerk nun abgeschlossen ist, haben im April 2017 die Bauarbeiten begonnen. 

  • In einem ersten Schritt haben LVN und Amprion eine Fläche zum Abstellen der Baustellenfahrzeuge auf dem Gelände angelegt. Zeitgleich wurde die Brücke über den Zeller Bach verstärkt, um Material und Maschinen transportieren zu können.
  • Anschließend wird der Zufahrtsweg, der von der Memminger Straße zum Gelände des Umspannwerks führt, ausgebaut und schwerlastfähig gemacht.
  • Zudem wird entlang der Eisenbahnlinie eine Eidechsenschutzzone errichtet, die den Tieren einen Rückzugsort bietet.
  • Auf dem eigentlichen Umspannwerksgelände laufen vorbereitende Maßnahmen, etwa Planierungsarbeiten, für den Beginn der Baumaßnahmen.
  • Juli 2017 soll dann mit dem eigentlichen Bau der Anlage begonnen werden. Als ersten Schritt beginnt LVN mit dem Anlegen der Bodenplatten für die Trafowanne und das Betriebsgebäude der LVN. 

Nächste Schritte  

ab Mai 2017: Bau der Zufahrtsstraße
Juli 2017: Baubeginn der Anlage und der Betriebsgebäude
Ende 2017: Fertigstellung der Betriebsgebäude
Ende 2017: Montage der Elektroteile
Frühjahr 2018: Anlieferung des Transformators
Herbst 2018: Inbetriebnahme des Umspannwerks 

UW Woringen - Zeitplan 

Factsheet Umspannwerk Woringen (PDF - 177 KB)
Lageplan-Grafik UW Woringen (PDF - 1,4 MB)