Luftisolierte Schaltanlagen (AIS) nutzen Umgebungsluft als Isoliermedium, weshalb sie konstruktionsbedingt meist mehr Platz beanspruchen. Dafür punkten die Anlagen im Betrieb mit einer einfachen Zugänglichkeit und hohen Flexibilität bei späteren Erweiterungen.
Gasisolierte Anlagen (GIS) verwenden ein Isoliergas in einer geschlossenen Kapselung. Dadurch sind sie kompakter, gut gegen äußere Umwelteinflüsse geschützt und wartungsarm. Die Anlagen eignen sich vor allem für Standorte mit begrenztem Platzangebot.
Bei modernen Schaltanlagen gewinnen zunehmend SF6-freie Technologien an Bedeutung. Diese nutzen beispielsweise synthetische Luft oder andere alternative Isoliergase mit einem deutlich geringeren Treibhauspotenzial als SF6. Darüber hinaus unterstützen sie Netzbetreiber und Industrieunternehmen dabei, zukünftige regulatorische Anforderungen zu erfüllen, da der Einsatz fluorierter Gase wie SF6 in neuen Schaltanlagen in der EU schrittweise eingeschränkt wird.