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      110-kV-Leitung Schongau-Merching

      Erneuerung der Hochspannungsleitung

      110-kV-Leitung Schongau-Merching
      110-kV-Leitung Schongau-Merching

      Projektbeschreibung und -begründung

      Die 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen Schongau und Merching (Lechleitung) wurde in den 1940er Jahren errichtet. Sie ist eine der zentralen Nord-Süd-Verbindungen im regionalen Verteilnetz und spielt für die Stromversorgung der Region sowie für den Transport von Strom aus erneuerbaren Energien eine entscheidende Rolle. Mittlerweile sind die vorhandenen Masten und Leiterseile am Ende ihrer technischen und wirtschaftlichen Lebensdauer angelangt. Sie sollen voraussichtlich bis Ende des Jahrzehnts abschnittsweise erneuert werden, um eine dauerhaft sichere Stromversorgung zu gewährleisten und die notwendigen Transportkapazitäten für Strom aus erneuerbaren Energien zu gewährleisten.

      Projektumsetzung

      Die Lechleitung ist rund 70 Kilometer lang und wird nach derzeitigem Planungsstand in zwölf Leitungsabschnitten (inkl. Unterabschnitten) erneuert. Diese sind:

       

      Abschnitt 1: Schongau

      Abschnitt 2: Schongau-Kinsau

      Abschnitt 3: Kinsau-Epfach

      Abschnitt 4: Epfach-Dornstetten

      Abschnitt 5: Seestall-Landsberg

      Abschnitt 6: Honsolgen-Landsberg

      Abschnitt 7: Landsberg-Kaufering

      Abschnitt 8: Kaufering

      Abschnitt 9: Kaufering-Scheuring

      Abschnitt 10: Scheuring,

      Abschnitt 11: Scheuring-Unterbergen

      Abschnitt 12: Unterbergen-Merching

       

      Geplant ist, die vorhandenen Strommasten zum Großteil in bestehender Trasse durch neue, dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Freileitungsmasten zu ersetzen. In der Detailplanung versucht LVN, Maststandorte gemeinsam mit Grundstückseigentümern, Kommunen und Anliegern innerhalb des Trassenbereichs zu optimieren. Die Leitung soll weiter auf der 110-kV-Spannungsebene betrieben werden. Die Übertragungskapazität wird erhöht, um sie fit zu machen für den erwarteten erheblichen Zuwachs bei der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien.

       

      Für die Leitungserneuerung ist ein behördliches Genehmigungsverfahren erforderlich. In der Regel wird ein Planfeststellungsverfahren nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) durchgeführt. Für den gesamten Leitungsbereich sind insgesamt acht solcher Verfahren vorgesehen.

       

      Die zwölf Planungsabschnitte werden nach derzeitigem Stand (April 2022) diesen acht Verfahrensbereichen zugeordnet:

      Planungsabschnitt Verfahrensbereich Planungsstand
      Abschnitt 1

      Lechleitung

      Schongau

      Vorplanung, Abstimmung mit städtebaulichen Belangen
      Abschnitt 2 Lechleitung
      Schongau-Kinsau
      Vorplanung, Abstimmung mit Betroffenen
      Abschnitte 3-5 Lechleitung
      Kinsau – Landsberg
      Vorplanung, Alternativenprüfung, teilweise Abstimmung mit Betroffenen
      Abschnitt 6 Honsolgen-Landsberg

      Planfeststellungsverfahren läuft

      Abschnitte 7-9 Lechleitung
      Landsberg – Scheuring
      Vorplanung, Abstimmung mit städtebaulichen Belangen
      Abschnitt 10 Lechleitung
      Scheuring
      Vorplanung, Abstimmung mit Betroffenen
      Abschnitt 11 Lechleitung
      Scheuring – Unterbergen
      Planung im Entwurfsstadium
      Abschnitt 12

      Lechleitung
      Unterbergen – Merching

      Planung im Entwurfsstadium

      Bereits vor Beginn des behördlichen Genehmigungsverfahrens informiert LVN die von Maststandorten betroffenen Gemeinden sowie Grundstückseigentümer entlang der geplanten Strecke.

      Die Erneuerung der Leitungsabschnitte erfolgt aus Gründen der Versorgungssicherheit schrittweise. Projektstatus und Baubeginn werden somit für jeden Abschnitt unterschiedlich sein. Die Leitungserneuerung wird mit dem Abschnitt 6 bei Landsberg beginnen, für den derzeit ein Planfeststellungsverfahren läuft. Im Anschluss soll die Leitung zunächst beginnend mit den südlichen Abschnitten 1, 2 und 3 erneuert werden. Hierfür laufen derzeit Vorplanungen. Die Planungen für die weiteren Abschnitte befinden sich derzeit im Entwurfsstadium und werden nach und nach konkretisiert.

      (Stand April 2022)

       

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